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17. May 2019

MEDIENINFORMATION: Georg Fritzsch neuer GMD in Karlsruhe

Georg Fritzsch wird ab 2020 eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt als Chefdirigent leiten und folgt in dieser Position Justin Brown nach, der seit 2008 GMD in Karlsruhe ist. Die Badische Staatskapelle wurde 1662 gegründet und hat als national und international anerkannter Klangkörper Karlsruhe zu einem Musikzentrum gemacht. Große Dirigentenpersönlichkeiten leiteten zahlreiche Uraufführungen bedeutender Komponisten wie u.a. Johannes Brahms, Hector Berlioz und Béla Bártok.

„Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit diesem wunderbaren Orchester, sowie dem Ensemble und Team des Badischen Staatstheaters, bin berührt von dem Votum des Hauses und sehe es als große Ehre an, mich in die Riege von Chefdirigenten wie Hermann Levi, Felix Mottl und Joseph Keilberth einreihen zu dürfen“, sagt Georg Fritzsch in einer ersten Stellungnahme, nachdem er mit einer überragender Mehrheit des Orchesters auf Vorschlag von Generalintendant Peter Spuhler durch den Verwaltungsrat einstimmig zum GMD gewählt wurde.

Was ihn zusätzlich mit großer Vorfreude erfüllt: Neben Johannes Brahms standen auch seine musikalischen „Hausgötter“ Richard Wagner und Richard Strauss gleich mehrfach am Pult des damals noch Hofkapelle genannten Orchesters.

Die Programmschwerpunkte des designierten Generalmusikdirektors, der sich mit Ende der Saison 2018/19 in Kiel nach 16 Jahren verabschiedet, werden in der deutschen Romantik, insbesondere den Werken von Richard Strauss, aber auch in der Weiterentwicklung des klassischen Repertoires, und da ganz besonders auf Wolfgang Amadé Mozart, liegen. Der Bezug zu zeitgenössischer Musik, den Georg Fritzsch während seiner gesamten bisherigen Laufbahn pflegte, wird weiterhin eine wichtige Komponente in der Programmgestaltung sein.

Georg Fritzsch – Ein Experte für Strauss und Wagner

Georg Fritzsch ist seit Herbst 2003 Generalmusikdirektor an der Oper Kiel und gilt als einer der profiliertesten Wagner- und Strauss-Dirigenten Deutschlands. Sein Dirigat des „Ring“ anlässlich der Neueröffnung des traditionsreichen Genfer Opernhauses, des Grand Théâtre de Genève, wurde international mit großer Zustimmung und äußerst positiven Reaktionen der Medien aufgenommen. Darüber hinaus ist er ein gefragter Gastdirigent nicht nur, aber besonders für das Deutsche Fach. Sein Strauss- und Wagner-Repertoire beeindruckt: 2019 erweiterte Georg Fritzsch mit der Neuproduktion von „Die Frau ohne Schatten“ an der Oper Kiel sein beachtenswertes Strauss-Repertoire um ein großes Werk. „Der Rosenkavalier“ (u.a. Staatsoper Stuttgart), „Elektra“ (u.a. Staatsoper Stuttgart, Aalto Theater Essen, Landestheater Innsbruck), „Salome“ (u.a. Staatsoper Stuttgart, Deutsche Oper am Rhein, Aalto Theater Essen 2018), „Ariadne auf Naxos“ (u.a. Staatsoper Stuttgart), „Die schweigsame Frau“ (Oper Kiel) und „Arabella“ (Oper Kiel) sprechen für seine Expertise. Ein weiterer Meilenstein in der Laufbahn von Georg Fritzsch war die Vollendung von Richard Wagners „Der Ring des Nibelungen“ an der Oper Kiel 2018, damit hat er alle Wagner Opern, mit Ausnahme der Frühwerke, im Repertoire. Georg Fritzsch beherrscht ein umfassendes Repertoire unterschiedlicher musikalischer Epochen. Die großen Komponisten der deutschen Klassik und Romantik nehmen dabei einen besonderen Stellenwert ein, vor allem Mozart, Beethoven, Reger, Schubert und Mendelssohn, Bruckner, Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss. Dazu fördert Georg Fritzsch Zeitgenössisches und dirigierte zahlreiche Ur- und Erstaufführungen.

Prägung als Dirigent

Als Dirigent sieht Georg Fritzsch seine Entwicklung stark von der Tradition des bei der Sächsischen Staatskapelle an der Dresdner Oper gepflegten Stils beeinflusst. Seine Lehrjahre dort in den 1980er-Jahren haben nach wie vor für ihn prägende Bedeutung was die Interpretation des Repertoires von Wagner und Strauss angeht. Fritz Busch, den GMD der Dresdner Oper zwischen 1922 und 1933, bezeichnet er in dessen Bemühen um Kunst und Künstler als eines seiner Vorbilder.

Dagmar Grohmann 16. Mai 2019


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